HEIZENERGIEBEDARF von MASSIVHOLZKONSTRUKTIONEN
Im südlichen Geländeteil des Bauakademie Salzburg wurden 2009 von der ARGE Blockhausbau zwei in Architektur und Größe identische eingeschossige Versuchsgebäude errichtet.
Bei gleicher Ausführung von Fenstern, Eingangstüre sowie Boden- und Dachkonstruktion erhielt ein Gebäude Außenwände in Massivblockbauweise Dicke 200 mm, das Zweite Außenwände in klassischer Leichtbauweise. Beide Gebäude sind mit einer thermostatgeregelten elektrischen Niedertemperatur-Fußbodenheizung ausgestattet. Im Zeitraum November 2009 bis Mai 2011 wurden messtechnische Untersuchungen unter realen Außenklimabedingungen während der Winter- und Sommerperioden durchgeführt.
In beiden Gebäuden wurde die Luftdichtheit mit Blower-Door gemessen.
Der n
50
-Wert Holztafelbau betrug 0,68 h
-1
, beim Blockhaus 1,10 h
-1
.
50
-Wert Holztafelbau betrug 0,68 h
-1
, beim Blockhaus 1,10 h
-1
.
Bei beiden Gebäuden konnte die Luftdichtheitswirkung konform dem Stand der Technik energiesparend und als gut bezeichnet werden. Einzelleckageuntersuchungen zeigten keine signifikanten Schwachstellen in beiden Gebäudehüllen.
Während der kalten Jahreszeit hielt die Fußbodenheizung bei beiden Gebäuden(ohne Fensterlüftung) eine konstante Innenlufttemperatur von20°C. Es wurde der Stromverbrauch der Fußbodenheizung in beiden Testgebäuden erfasst und dem rechnerisch erforderlichen Heizenergieverbrauch gegenübergestellt.
Solare Gewinne durch Fenster und Tür sind in beiden Gebäuden berücksichtigt. Für den Zeitraum 11/2009 bis 02/2010 lag der
tatsächliche Heizenergieverbrauch etwa 39 % unter dem rechnerisch
ermittelten
Wert.
Bei der Konstruktion, dessen Boden- und Dachgruppe ebenfalls aus Massivholzplatten besteht, betrug die Differenz rund 29%.